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Pavement-Management System

Markierungsarbeiten auf der Straße

Das Pavement-Management System (PMS) des ASV unterstützt die wirtschaftliche und systematische Straßenerhaltung in Bremen, damit die Bürger unserer Stadt sich sicher bewegen können. Pavement ist das englische Wort für Pflaster und Gehweg. Mit dem PMS können Straßenerhaltungsmaßnahmen technisch, wirtschaftlich und organisatorisch koordiniert werden.

Über die Grundlagen:

Die Freie Hansestadt Bremen ist Straßenbaulastträger der gewidmeten Verkehrsflächen, die im Stadtgebiet zur Zeit 1.356 km Straße umfassen. Nach dem Landesstraßengesetz hat der Träger der Straßenbaulast, das Amt für Straßen und Verkehr dafür Sorge zu tragen, dass seine Anlagen technisch allen Anforderungen der Sicherheit und Ordnung genügen. Um dies zu gewährleisten, wurde 1998 das Pavement Management System (PMS) eingerichtet. Jährlich wird eine Aktualisierung des Straßenbestandes durchgeführt. Alle 4 - 5 Jahre wird die Erfassung des Straßenzustandes aktualisiert. Mit dem PMS ist es möglich fundierte Aussagen über den funktionellen und strukturellen Zustand von erfassten Straßen zu treffen, um so die Notwendigkeit von Instandsetzungsmaßnahmen besser zu steuern.

Straßenklasse Art Länge
Straßenklasse 1 Hauptverkehrsstraßen 216 km
Straßenklasse 2 Hauptsammel- und Sammelstraßen 244 km
Straßenklasse 3 Anliegerstraßen 896 km
Summe 1.356 km

Art Länge
Oberfläche Pflasterarten 198 km
Oberfläche Asphalt 1.158 km

Wie funktioniert das PMS und welchen Nutzen hat es?

Neben den Bestandsdaten über die Straßen, z.B. Länge, Breite etc.), werden mittels Messtechnik und Fotografie/Film der strukturelle und funktionelle Zustand der Straßen erfasst.
Der Nutzen des Systems bestehen darin, dass:

  • die Erneuerungsbedürftigkeit von Verkehrsflächen beweisbar geworden ist,
  • die Mittelbereitstellung ein bestimmtes, genau erfassbares Maß haben muss und
  • nicht willkürlich verändert werden kann,
  • Ausschreibungen nach klaren Vorgaben über umfang und Art der Instandsetzung erfolgen können,
  • bei Verschiebungen von geplanten Erhaltungsmaßnahmen sofort notwendige Ersatzmaßnahmen gefunden werden können, die in den finanziellen Rahmen der ausgefallenen Maßnahmen passen,
  • ein mittelfristiger Finanzbedarf verbindlich festgeschrieben werden kann,
  • die erfassten Zustandswerte als Straßendatenbank dienen und bei Bestehen eines vernetzten EDV-Systems beliebig verknüpft werden können.

Diese Daten dienen der langfristigen Planung aller Straßenstrecken und dem optimalen Straßenerhalt im Sinne der Verantwortlichen und Bürger.