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Weserbrücke im Zuge der BAB A1 wird saniert

Zweiter Teil der Sanierung beginnt am 6. April.
In Fahrtrichtung Osnabrück werden schadhafte Abdichtungen des Bauwerks erneuert um Folgeschäden vorzubeugen und längere Sperrzeiten zu vermeiden

Die Autobahnbrücke der A1 über die Weser zwischen den Anschlussstellen Arsten und Hemelingen ist in die Jahre gekommen. Im Rahmen einer Brückenprüfung, die zyklisch von Spezialisten des Amtes für Straßen und Verkehr durchgeführt wird, wurde festgestellt, dass die Abdichtungen des Bauwerks schadhaft sind und an einigen Stellen Feuchtigkeit und schädliche Tausalze in die tragende Konstruktion des Bauwerks eindringen. Um der Ausbreitung des Schadensbildes zu begegnen und Folgeschäden an der tragenden Konstruktion zu vermeiden wurden bereits im letzten Jahr die Abdichtungen der Brücke und der Fahrbahnbelag in Fahrtrichtung Hamburg erneuert. Ab Dienstag, 06. April bis voraussichtlich Sonntag, 27. Juni wird die Brücke in einem zweiten Bauabschnitt in Fahrtrichtung Osnabrück saniert. “Würden wir diese Arbeiten jetzt nicht zeitnah in Angriff nehmen, wäre in ein bis zwei Jahren eine umfangreiche Sanierung des Bauwerks erforderlich, die eine erheblich längere Bauzeit, verbunden mit sehr hohen Kosten, zur Folge hätte“ stellt Martin Ernsing, Abteilungsleiter für den Brücken und Ingenieurbau im Amt für Straßen und Verkehr, heraus.
Die Abdichtung der Brücke besteht aus mehreren Lagen unterschiedlicher Materialien, die als “Gesamtsystem“ komplett ersetzt werden müssen. Auf die Fahrbahnplatte aus Stahlbeton wird eine Kunstharzbeschichtung aufgebracht, auf der nach Aushärtung mehrere Lagen Bitumenschweißbahnen aufgebracht und mit einer ca. 5cm dicken Schicht aus Gussasphalt überdeckt werden. Abschließend wird die ca. 3cm dicke “Verschleißschicht“, ebenfalls aus Gussasphalt, eingebaut.
Ein Hauptteil der Arbeiten (über 60%) macht die Oberflächenvorbereitung und die Abdichtung der Fahrbahn mit Kunststoffen aus. Die Verarbeitung dieser Stoffe ist stark witterungs- bzw. temperaturabhängig und kann aufgrund der über der Weser schnell einsetzenden Taubildung oder Nebelnässe nicht in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden ausgeführt werden.
Um die verkehrlichen Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, und dennoch einen hohen Qualitätsstandart gewährleisten zu können, wurde deshalb ein Arbeitszeitmodell gewählt, das die Tageshelligkeit in vollem Umfang ausnutzt. Für die Fahrtrichtung Osnabrück stehen während der Bauzeit drei und für die Fahrtrichtung Hamburg stehen zwei Fahrstreifen zur Verfügung.
Mit der Fertigstellung der Sanierung der Erdbeerbrücke steht für Schwerlasttransporte eine Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.

Technische Daten der Brücke:

Tragwerk und Fahrbahnplatte der Vorlandbrücke aus Spannbeton (Plattenbalken)
Gesamtlänge der Vorlandbrücke: 260 m
Tragwerk und Fahrbahnplatte der Strombrücke aus Stahl
Gesamtlänge der Strombrücke: 280 m
Breite: Fahrtrichtung Osnabrück: 15,25 m
Baujahr: 1963, 1977 wurden die Bauwerke im Zuge des 6-streifigen Ausbaues der A1 verbreitert.
Eigentümer / Bauherr: Bundesrepublik Deutschland