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  • Bremens erste Fahrradzählstelle

Senator Dr. Joachim Lohse weiht Fahrradzählstelle an der Wilhelm-Kaisen-Brücke ein

Nach der Eröffnung der Fahrradstraße in der Wachmannstraße in der letzten Woche wurde heute ein weiterer Baustein zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur durch Umweltsenator Dr. Joachim Lohse freigegeben: eine Fahrradzählstelle auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke/ Ecke Franziuseck. Es sind zusätzlich sieben weitere automatische Fahrradzählstellen im gesamten Stadtgebiet geplant.

„Das Umweltressort verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, den Fahrradverkehr zu fördern und den Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr weiter zu erhöhen. Für eine zukunftorientierte Verkehrsplanung brauchen wir Daten und Fakten über den Radverkehr. Deshalb wird die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer an bedeutenden Stellen des Radwegenetzes in Zukunft automatisch gezählt.“, sagte Senator Dr. Joachim Lohse.

An maßgeblichen Stellen des Wegenetzes sollen in Zukunft die Radverkehrsströme kontinuierlich erfasst werden, so dass erkennbar wird, wie viele Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer tagtäglich auf den einzelnen Strecken unterwegs sind. Die erhobenen Daten können für unterschiedliche Zeitfenster (Stunde, Tag, Monat, Jahr) dargestellt und ausgewertet werden, um die Entwicklung des Radverkehrs zu ermitteln.

Gezählt wird mittels Zählschleifen, die unter dem Pflaster verlegt sind. Sie können Fahrräder von anderen Verkehrsmitteln unterscheiden und auch die Fahrtrichtung registrieren. Die Daten werden dann an die Verkehrsmanagementzentrale übermittelt und können im Internet präsentiert werden.

Vor der Wilhelm-Kaisen-Brücke wird die Gesamtzahl der an dieser Stelle vorbeifahrenden Räder für alle sichtbar auf einer Stele angezeigt. Abzulesen ist der Tageswert sowie der erreichte Jahreswert, jeweils gemessen ab dem 1. Januar.
Damit wird den Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern an einer Stelle mit sehr hohem Radverkehrsaufkommen die Bedeutung ihres Verkehrsmittels angezeigt, verbunden mit einem Dankeschön dafür, dass sie damit zum Umweltschutz beitragen. Die Stele wirbt so dauerhaft für den Fahrradverkehr.

Aufgrund der technisch anspruchsvollen Detektion von Radverkehren wird zunächst in einem vier Wochen andauernden Probebetrieb die Genauigkeit der Zählergebnisse überwacht, damit in diesem Zeitraum eine ggf. erforderlich werdende Nachjustierung der Technik erfolgen kann.