Bremen, 19. März 2026
Für Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere mobilitätseingeschränkte Personen, steht planmäßig ab Mitte April 2026 eine zusätzliche, barrierearme Querung inklusive Lichtsignalanlage zur Verfügung.
„Wer heute am Schüsselkorb die Straße überqueren will, braucht vor allem eins: Geduld und gute Nerven. Das ändern wir jetzt. Mit der neuen Ampel und den breiteren Wegen wird der Übergang sicherer und bequemer – besonders für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind. Dass die Geschäfte Am Wall und in der Sögestraße dadurch leichter erreichbar werden, ist ein weiterer schöner Effekt. Die drei Wochen Bauzeit lohnen sich“
– so Dr. Ralph Baumheier, Staatsrat der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung.
Stefan Brockmann, Vorsitzender der CityInitiative Bremen Werbung e.V. erläutert:
„Wir freuen uns sehr über die neue Ampel, für die wir uns als CityInitiative seit Jahren eingesetzt haben. Diese zusätzliche Querung stärkt die wichtige Verbindung zwischen den Achsen Am Wall, Sögestraße, Knochenhauerstraße und Schüsselkorb und verbessert die sichere Erreichbarkeit der Innenstadt für Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich. Gerade für die Attraktivität und Barrierefreiheit unserer Innenstadt ist diese Verbindung von großer Bedeutung.“
Was genau wird baulich durch das Amt für Straßen und Verkehr hergestellt?
Ungefähr auf Höhe der Einmündung der Sögestraße wird eine so genannte Bedarfs-Ampel implementiert. Diese Lichtsignalanlage gewährt dem MIV (motorisierten Individualverkehr) und dem ÖPNV so lange Grün, bis Passantinnen oder Passanten per Taster ihren Querungswunsch anmelden. Straßenbahnen und Busse werden allerdings signaltechnisch bevorzugt, um die Leistungsfähigkeit des ÖNPV aufrechtzuerhalten.
Zusätzlich werden die Nebenanlagen (Geh- und Radweg) auf beiden Straßenseiten angepasst, um die Barrierefreiheit zu erhöhen. So werden in Fahrtrichtung Schüsselkorb taktile Leitelemente eingebaut und die Bordanlage abgesenkt.
Auf der Seite „Am Wall“ werden die Nebenanlagen um zwei Meter auf insgesamt fast zwölf Meter verbreitert, so dass hier ein komfortables Raumangebot für Radfahrende sowie Passantinnen und Passanten zur Verfügung steht. Zudem wird auch hier die Bordanlage sowie die Entwässerung überarbeitet. Das bedeutet, dass auf circa zwanzig Metern Länge die Entwässerungrinne in der Querung versetzt und neu angeschlossen wird.
Welche verkehrlichen Auswirkungen gehen mit der Maßnahme einher?
Ab Montag, den 23. März 2026 wird ab Höhe Sögestraße bis zur Museumsstraße der Schüsselkorb für circa drei Wochen für den MIV gesperrt. Das Parkhaus am Katharinenhof bleibt erreichbar; eine Umleitung via Violenstraße – Wilhadistraße – Sandstraße – Bürgerstraße – Ostertorswallstraße wird ausgeschildert. Auch der Radverkehr muss aufgrund der geringen Restbreiten und dem damit verbundenen Konfliktpotential mit Fußgängerinnen und Fußgängern umgeleitet werden.
Ab dem 13. April 2026 soll die Vollsperrung aufgehoben und noch ein paar kleinere Restarbeiten durchgeführt werden.
Die Buslinien 24 und 25 der BSAG nehmen ebenso eine Umleitung, die Straßenbahnen können das Baufeld passieren. Bitten besuchen Sie für weitere Informationen bezüglich ÖPNV die Webseite der BSAG.