Bremen gilt als fahrradfreundliche Stadt. Offenbar hat sich das bis nach Süddeutschland herumgesprochen, denn Vertreter:innen des Verkehrsplanungsamts der Stadt Nürnberg haben sich auf die Reise in unsere Hansestadt gemacht, um sich exklusive Einblicke in die hiesige Radverkehrsinfrastruktur gewähren zu lassen.
Ende April 2026 durfte ich gemeinsam mit Kollegen des ASV als auch des uns übergeordneten senatorischen Ressorts für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung (SBMS) 18 Gäste aus Bayern begrüßen und durch das angesetzte Programm begleiten.
Los ging es in den Räumlichkeiten von SBMS mit Vorträgen zu Bremen als Fahrradstadt aus Sicht der strategischen Verkehrsplanung. Thematisch behandelt wurden dabei unter anderem das Fahrradparken sowie die Radpremiumrouten Wallring und D.15. Im Anschluss entwickelte sich ein sehr interessanter Austausch bezüglich der Zusammenarbeit zwischen den Häusern SBMS und ASV, der allgemeinen Projektarbeit in Bremen und den alltäglichen Herausforderungen in der Planung und Umsetzung der Projekte. Es zeigt sich immer wieder, dass die Erschwernisse (interne Abstimmungen mit Trägern, Fördermittelbedarfe, Politikwechsel) keine Bremer Spezialität, sondern globalerer Natur sind, da die Kolleg:innen aus Nürnberg ähnliche Beispiele nennen konnten.
Weiter ging es im Programm dann mit den operativen Themenschwerpunkten aus dem ASV. Zunächst habe ich das Projekt „Klimaresilientere Umgestaltung der Dechanatstraße“ mit Tiefbeeten und Platzgestaltung vorgestellt und dann die sich anschließende Diskussion moderiert. Den Erfahrungsaustausch mit den Nürnberger Kolleg:innen zum Umgang mit blau-grüner Infrastruktur und der Unterhaltung von Anlagen der dezentralen Entwässerung habe ich als sehr spannend wahrgenommen.
Als Nächstes haben meine Kollegen, Herr Schmauder-Fasel und Herr Schmidt, Teilabschnitte der Radpremiumrouten Wallring und am Osterdeich, inklusive Vorstellung verschiedener möglicher Führungsformen, präsentiert.
Damit war dann der theoretische Teil beendet und wir brachen zu einer gemeinsamen Radtour bis zum Weserstadion auf, um das eben Berichtete in Realität zu betrachten. Nach einem anschließenden Mittagessen, der den Abschluss des Programms bildete, wurden wir im Gegenzug nach Nürnberg eingeladen.
Gerne würden meine Kollegen und ich uns die Nürnberger Radverkehrsplanungen vor Ort erläutern lassen und freuen uns auf den weiteren Dialog, um gemeinsam Best-Practice-Methoden zu entwickeln und gegenseitig von den Erfahrungen zu profitieren.